Rugby-Muskeln, Kava und ein missglückter Tauchgang.

Paradise Cove Resort, Naukacuvu Island, Fiji

Luke und ich haben uns heute zum Tauchen angemeldet. Gestern mussten wir zwar noch brav Formulare ausfüllen (Anzahl Tauchgänge, letzter Tauchgang etc.), interessiert hat das heute aber offenbar niemanden. Auch nach dem ärztlichen Attest fragte keiner.

Also rauf aufs Boot und los. Mein Puls schoss allerdings schon beim Einstieg in die Höhe: Per Rückwärtsrolle ging es direkt vom Boot ins Meer. Noch bevor der Tauchgang richtig begonnen hatte, hatte ich Wasser in der Brille und war leicht (nein eigentlich schon ziemlich) gestresst. 

Und dann kam es, wie es kommen musste: Probleme mit dem Druckausgleich, nach 11 Metern das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen – und wieder hoch. An der Oberfläche fragte mich der Guide, wann ich zuletzt getaucht sei. „Vor elf Monaten“, antwortete ich. Darauf er: „Dann solltest du zuerst einen Refresher machen.“ Danke für den Hinweis. Hätte man mir vielleicht auch schon eine Stunde früher sagen können.

Während Luke weitertauchte, unterhielt ich mich mit dem Bootskapitän. Wir stellten fest, dass wir Jahrgänger sind. Er hat sechs Kinder, ist bereits Grossvater und fand, ich sollte unbedingt noch mehr Kinder bekommen – am besten mit einem neuen Mann aus seinem Dorf. Seine Rugby-Muskeln präsentierte er mir gleich auch noch und erklärte mich für ziemlich fit. Es war auf jeden Fall sehr unterhaltsam.

Nach dem Abendessen setzte ich mich noch alleine zu einer Kava-Zeremonie. Die Familie zog sich bereits ins Bungalow zurück. Der Zeremonienmeister wollte dann auch noch mit mir alleine an den Strand. Kontakte knüpfen wäre hier jedenfalls kein Problem. 😉