Pukenui Holiday Park
Lange haben wir hin und her überlegt, ob wir die Reise zum nördlichsten Punkt Neuseelands – dem Cape Reinga – wirklich auf uns nehmen wollen. Doch das herrliche Wetter, die begeisterte Empfehlung unseres Reiseführers und unsere Lust auf ein kleines Abenteuer gaben schliesslich den Ausschlag. Also machten wir uns auf den Weg Richtung Norden und nahmen die kurvenreiche Strecke in Angriff.
Bevor unser Abenteuer jedoch richtig beginnen konnte, mussten wir zuerst noch ein unerwartetes Camperproblem lösen. Das hintere Bett, das sich mit einem elektrischen Motor hoch- und runterfahren lässt, wollte plötzlich nicht mehr richtig nach oben. Auch nach dem Kontakt mit dem Campervermieter fanden wir keine Lösung. So reisen wir nun eben mit einem leicht angeschlagenen Camper weiter – was irgendwie ja auch ein bisschen zum Abenteuer dazugehört.
Cape Reinga gilt für die Māori als einer der spirituell bedeutendsten Orte Neuseelands. Nach ihrem Glauben verlassen hier die Seelen der Verstorbenen die Welt der Lebenden und treten ihre letzte Reise in die spirituelle Heimat Hawaiki an. Besonders wichtig ist dabei der alte Pohutukawa-Baum an den Klippen, über dessen Wurzeln die Seelen hinabsteigen sollen. Gleichzeitig beeindruckt Cape Reinga auch landschaftlich, denn hier treffen die Tasmansee und der Pazifische Ozean sichtbar aufeinander. Es war ein magisches Erlebnis.
Ganz in der Nähe von Cape Reinga befinden sich die riesigen Sanddünen von Te Paki – ein perfekter Ort für ein kleines Abenteuer. Natürlich konnten wir es uns nicht entgehen lassen, dort das berühmte Sandboarden auszuprobieren.
Der anstrengendste Teil kam allerdings zuerst. Mit dem Bodyboard unter dem Arm kämpften wir uns Schritt für Schritt die steile Düne hinauf. Der weiche Sand machte das Hochkraxeln überraschend schweisstreibend und gefühlt rutschten wir bei jedem zweiten Schritt wieder ein Stück zurück.
Oben angekommen wurden wir jedoch sofort belohnt. Die Fahrt auf dem Bodyboard den riesigen Sandhang hinunter war nicht nur unglaublich schnell, sondern auch ein riesiger Spass. Der Wind im Gesicht, der Sand überall und das laute Lachen unterwegs machten die Mühe des Aufstiegs sofort vergessen.
Erschöpft, voller Sand und mit einem breiten Grinsen im Gesicht standen wir wenig später wieder unten – bereit für die nächste Fahrt.












